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Geschichten im 3-Akkord-Schema zu erzählen ist nicht das Ding von PLOKK. Sie mögen es etwas komplizierter:
Die Gitarre formuliert kurze Phrasen, sie ächzt und wimmert schroff wie ein alter Kahn in schwerer See, den die Basslinien nur mit knapper Not vor dem Auseinanderbrechen bewahren. Langsam verdichten sich die Klänge, und der Sound scheint jetzt endgültig nach hinten über zu kippen. Doch plötzlich verzieht sich der Sturm und die Geräuschkulisse bricht auf: Polyphone Melodien legen sich feingliedrig um einen swingenden Rhythmus, nur, um im nächsten Moment wieder von abstrakten Akkorden a la „Gang Of Four“ ungnädig zersägt zu werden - herzlich willkommen in der Welt von Plokk!
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Aber halt, es geht schon weiter - Gitarrist Floyd Schulze stürzt zu Boden und entlockt seinem Effektgerät pulsierende Space-Echos, während Volker Meier am Bass sein Dreiklang-Motiv unbeirrt fortführt. Julian Hellmuth steigt mit einem treibenden Beat sachte dazu ein. Irgendjemand johlt in der Erwartung, dass der Knalleffekt kurz bevorsteht, und tatsächlich: Nach einem Break wird das Haus in amtlicher "Shellac"-Manier gerockt.
Die Energie und Unmittelbarkeit dieser Musik verfehlt beim Live-Publikum nicht ihre Wirkung; jeder scheint irgendwie unter Hochspannung zu stehen und zusammen mit der Band enorm viel Spaß am Spektakel zu haben. Plokk sind, soviel ist in solchen Augenblicken klar, keine selbstverliebten Postrocker, sondern in erster Linie Entertainer der abseitigeren Sorte.
Im Frühjahr 2000 fanden sich die drei Jungs in Hamburg zusammen und übten sich - zunächst mit einem zweiten Mann an der Gitarre - in gesteuerter Improvisation. Auf dieser Grundlage entwickeln Plokk noch heute ihre Songformate. Verzwickte Strukturen wie der 21/4-Takt in „42&Go!“ werden also nicht eifrig mit dem Rechenschieber konzipiert, sondern ergeben sich aus dem Entstehungsprozess. Jedes Instrument nimmt hier eine ebenbürtige Position ein, arbeitet autark mit halsbrecherischen „cut-and-paste“-Montagen und versucht die Ambivalenz von Noise und Wohlklang auszuloten. Dass die drei Jungs dabei nie den Faden verlieren ist ziemlich beachtenswert.
Hardcore, Jazz und Worldmusic: Plokk wissen um die Bedeutung ihrer musikalischen Einflüsse und positionieren sich irgendwo dazwischen. Nach zahlreichen Auftritten dürfte bald auch die Veröffentlichung ihres Debüt-Tonträgers für Aufmerksamkeit sorgen. Die Kollegen in „God’s Own Country“ sollten sich schon mal warm anziehen.
Sandra Ziegelmüller (FSK Sunday Service)
Presse Zitate:
“German Plokk played instrumental rock with a touch of free jazz, so competently that it took your breath away.” (www.rosa2.dk / DK)
“Die Hamburger Instrumental Rocker Plokk faszinieren mit verschachelten Postrock aka Postcore in ohrenbetäubender Lautstärke und mit erstaunlich motivierter Energie. Komplexe Strukturen fuhr das Trio auf, brach diese aber immer wieder mit einer glamourösen Rhythmik.“ (Popfrontal)
“Plokk überrascht mit mathematisch-puristischen Kompositionen, die zu konzentriertem Zuhören auffordern. Wie kann man so viel Technik zur Verfügung haben und auch nutzen, ohne aber techniklastig zu spielen...?“ (S.Pillhofer)
“Zwischen Tortoise (für den Groove) und Don Caballero (für die einfach begeisternde Technik). Hartes Set, kompakt, sehr intensiv und unverfälscht.“ (www.xsilence.net / F)
PLK Management :: Stephanie Piehl :: email peelmatron <at> plokk.de :: mobil +49 (0)163 214 7605
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