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03.12.2006

CocoRosie Rezensionen

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Doch schon nach dem ersten Song legt sich eine fast heilige, mystische Stimmung über den wunderschönen Innenhof und kaum einer wagt zu atmen, so zerbrechlich wirken diese Stimmen, gebannt warten man auf den nächsten Ton, ein Fragment, einen Wortfetzen, ein kehliges Brummen, ein paar Klaviertastenklänge... NEON Magazin link

Mit "Noah's ark" erweitern sie ihre Musik um die nötigen klanglichen Nuancen, ohne daß auch nur irgendetwas von ihrem ursprünglichen Zauber verloren geht. Abrakadabra... plattentests online link

Die wichtigsten CDs der Woche: CocoRosie zaubern wieder! Spiegel Online link

Sie wehren sich gegen Geschlechterrollen und heterosexuelle Norm. Sie alle kommen aus New York - und veröffentlichen die aufregendsten Platten des Herbstes. u_magazine stellt die wichtigsten Musiker der New Yorker Queer-Szene vor. link

Die neue CD des Duos ist ein kleiner Kosmos in sich - die Lieblingsplatte der Redaktion... Der Standart link

Ein magisches bis melancholisches Sammelsurium an schöpferischer Artenvielfalt, gegen den unsere banale Realität einfach nur banane wirken muß. Ein Album voller Gegensätze, aber ungemein geschmeidig und so völlig losgelöst von jeglichen Konventionen... sound and image link

Das Wunder von Coco Rosie geschieht, wenn diese eigentlich unvereinbaren Schwesternwelten sich scheinbar organisch zu einem nie da gewesenen Sound vereinigen – nachzuhören auf dem auf Touch & Go erschienenen Debütalbum ›La Maison De Mon Rêve‹. Klaus Walter INTRO link

Bereits ein Jahr nach dem mysteriösen Debüt zaubern Cocorosie eine neue Platte aus ihren wirren Ideen. Mitten im Hype um "Queer-Folk" und Co. gelingt den beiden Schwestern mit der Hilfe von ihren Freunden Antony und Devendra Banheart ein kleines und wunderbar feines Werk: "Noah's Ark" macht Cocorosie zu international gefeierten Stars der Indie-Szene. laut de

Das ganze ist höchst eigenwillig und komplett unvergleichlich - am ehesten fühlt man sich an eine musikalisch radikalisierte Björk erinnert, aber auch dieser Vergleich hinkt ziemlich. "Noah's ark" nimmt einen mit - körperlich und psychisch. Es ist beileibe kein einfaches Album - aber vielleicht das bisher faszinierendste Stück Musik des laufenden Jahres... Eins Live link

Cocorosie - unser Album des Jahres 2004!!! Zündfunk BR link


"Es ist der Charme der Idee, des Zusammenfügens der richtigen Fragmente des Unvollkommenen, aus dem sich die wirklich umwerfende Schönheit dieser Platte generiert." SPEX - Uwe Viehmann

Meine Sprachlosigkeit ist der beste Beweis für die Qualität dieses Albums, das man übrigens keinesfalls ungehört lassen sollte.” - music-scan.de

Ein Meisterwerk” - Radio Eins Late Lounge

Verträumt und geschmackvoll. Die beiden Schwestern mit ihrer Liebe zu Billie Holiday, fragilen Melodiebögen und diversen Ambientquellen sind wie Sirenen auf Urlaubsreise. Weder Portishead, Mazzy Star oder Björk haben je auf das Naschen aus den Töpfen massiver Produktionen verzichten können, um eine solche Leichtigkeit zu erzeugen.” - Intro

Welch eine Entdeckung das Label aus Chicago gemacht hat: „La Maison...“ ist eine aufregend schöne Platte mit Vocals, die manchmal an eine sanfte Version von Janis Joplin erinnern...” - Uncle Sally's

Trotz aller kakophonischen Rumpelstilzchen-Momente kann man nicht umhin, den beiden exzentrischen Schwestern einen liebevollen Hang zu subversiver Schönheit zu attestieren…Daher sollte man sich keineswegs die wenigen deutschen Konzerte der beiden entgehen lassen.” - sound.de

CocoRosie gewinnen an allen Fronten mit einem klasse Debüt.” - Trust, April 2004

Sympathischer, intensiver Minimalismus. Berauschend.” - Eclipsed, Mai 2004

Eine wunderbare Platte.” - Musikexpress

Hammerplatte! Die Redaktion steht Schlange für ein Interview.” - Spex Magazin


Aus dem Haus der Träume - Faszinierendes Debüt: CocoRosie spielen in Dresden - Von Ulf Krüger - sz-online.de

Manchmal verläuft ein Rendezvous völlig überraschend. Und wenn es richtig schön war, stellt sich Sprachlosigkeit ein. Was soll man auch reden, wenn es sich ohnehin nicht be-schreiben lässt? So etwa verhält sich das mit CocoRosie. Sie heißen weder Coco noch Rosie, sondern Bianca und Sierra Casady. Sie sind Schwestern, die aus Brooklyn stammen. Sie durchstreiften komplett verschiedene Lebensläufe und absorbierten ganz unterschiedliche Einflüsse.

Sierra spielt Gitarre und Flöte. Als Sängerin begann sie mit Gospel und Spirituals, später landete sie bei der Oper. Bianca nutzt als Percussions allerlei Gegenstände, die sich rütteln und schütteln lassen oder knarzen und quietschen. Sie schrieb zwar schon mit neun Jahren erste eigene Songs. Später befasste sie sich aber mehr mit Soziolinguistik, Politik und Fetischen. Sie sang a cappella in besetzten Häusern, auf der Straße oder in Kneipen. Eine Laune soll sie nach Paris zu ihrer Schwester getrieben haben. Und nun behaupten beide, dass sie sich dort in einem Badezimmer gefunden hätten. Die Songs ihres Debütalbums „La Maison de Mon Rêve“ seien durch Fensterscheiben heraufbeschworen worden, die vom heißen Dampf beschlagen waren, durch das Zischen des Wasserkessels und das Ächzen der Sirenen vorbeifahrender Krankenwagen.

Zwar klingen die Lieder wirklich launisch, aber sie sind viel zu perfekt, viel zu sehr auf das Wesentliche reduziert, als dass sie nur fixe Ideen sein könnten. Die Kritiker überschlagen sich. Vom Debüt des Jahres ist die Rede, obwohl letzteres zum Erscheinungstermin gerade zu einem Drittel absolviert war. Portishead, Mazzy Star, Björk und Janis Joplin werden für Vergleiche bemüht. Sprachlosigkeit ist auch das.

Sicher ist nur eines: Diese minimalistischen, vers(p)onnenen Lieder sind von geradezu verstörender Schönheit, rätselhaft, aber ganz sicher brillant; federleicht, aber zutiefst berührend und expressiv, lieblich, süß und zart, dabei aber schräg und voller Risse. Man muss sie ein-fach hören. Wirklich beschreiben lassen sie sich nicht.

Die CD: CocoRosie, La Maison de Mon Rêve, Touch & Go/Cargo; Das Konzert: 8. Juni, 21 Uhr, Blaue Fabrik

CocoRosie - tiny fieldmice sing gospel - in-nomine.de

Tja, was sagt man dazu. Zwei junge Schwestern, gebürtige US-Amerikanerinnen mit leichtem Hang zum Außergewöhnlichen, treffen sich nach langer Trennung in Paris wieder. Und was machen sie nach all der Zeit? Klar, sie schließen sich für ein paar Monate ein und nehmen in ihrem kleinen Appartement ein Album auf. Ein süßes, verqueres Lo-Fi-Album namens „La Maison De Mon Rêve“. Und um den globalen Bogen wieder zu schließen: Es kommt nicht viel später auf dem Chicagoer Indie-Aushängeschild Touch & Go (Butthole Surfers, Girls Against Boys, Jesus Lizard, Shellac, Black Heart Procession, …) heraus, ist jetzt seit April auf dem Markt, und prompt touren die Mädels durch Europa. So einfach geht’s.

Sierra und Bianca Casady, so heißen die beiden, sind in New York groß geworden. Sierra, mit 24 Jahren die ältere von beiden, sammelte erste Erfahrungen im Gospel und Spiritual, bevor sie sich dem Operngesang zuwendete und nach Europa ging. Sie ist also die mit der klassischen Gesangsausbildung. Auf dem Album singt sie, spielt Gitarre und Flöte.

Die zwei Jahre jüngere Bianca versuchte schon mit neun Jahren, künstlerisch tätig zu sein, schrieb Geschichten, Gedichte und Liebeslieder, die sie a capella vor allem ihrer Dusche vorsang, widmete sich dann allerdings dem Studium der Soziolinguistik und der Politik, bevor sie ihrer großen Schwester von Brooklyn nach Paris folgte. Sie experimentiert auf dem Album nicht nur mit ihrer Stimme, sondern vor allem mit diversen Perkussioninstrumenten und Samples.

Ihren Liedern ist die spontane Entstehung anzuhören, meistens denkt sich Bianca die Texte aus, lässt sich dabei von ihren alten Gedichten inspirieren, während Sierra an den Melodien bastelt. Nicht nur deshalb klingen einige der Songs teilweise nach Kinderliedern, manchmal hat Biancas Stimme den zarten Charme früherer Björk-Lieder, oft zeigt Sierras Stimme ihre Verwurzelung im Operngesang.

Eine teils naive, teils bizarre Romantik geht von dieser Musik aus, die wohl gut zum Blick aus einem Pariser Fenster bei launigem Frühlingsregen passt, uns in diesem Juni vielleicht ein wenig befremdet, doch schöne, elegante Melodien bereitet, vor allem aber zeigt, wie einfach so ein nettes kleines Album einzuspielen ist, das nur auf den ersten Blick ziemlich unschuldig daherkommt. Sieht man sich nämlich die teils sehr ironischen Texte an, fragt man sich, vielleicht haben die beiden ja doch etwas mehr mitzuteilen, so bei dem Lied „Jesus loves me": „Jesus loves me, but not my wife, not my nigger friends or their nigger lives, but Jesus loves me, that's for sure, `cause the bible tells me so".

CocoRosie bieten eine gute, unkonventionelle Mischung aus Blues, Folk und Gospel mit einer Lo-Fi-Ästhetik, die trotz ihrer teils anstrengenden Samples Spaß und auf ein nächstes Album neugierig macht.

Live: 08.06.2004 in der Blauen Fabrik / Dresden Text: Robert


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