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30.09.2005

Antony And The Johnsons (RoughTrade / Sanctuary Group)




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Antony sorgte vor 2 Wochen für einige Überraschung und Gesprächsstoff in der Musikwelt, als er in London mit dem angesehenen Mercury Music Prize ausgezeichnet wurde. Coldplay, Kaiser Chiefs, M.I.A und Bloc Party galten als Favoriten für dieses Jahr. Um so mehr waren alle erstaunt, als der Preis an Antony And The Johnsons verliehen wurde. Sogar Antony selbst meinte zur BBC : "Da muss irgendein Fehler passiert sein".

Neben zahlreichen Auftritten in Europa und in den USA zeigt sich Antony mehr als umtriebig. Er nahm gemeinsam mit Boy George für das Online-Album Projekt "Warchild" eine neue Version von John Lennons "Happy Christmas, War is Over" auf.

Das Antony nicht nur als Sänger Talent hat, beweist er erneut in Laurie Andersons neuem Film "Hidden Inside Mountains", der letzte Woche auf dem International Film Festival in Toronto Premiere hatte. Zudem steuerte er seinen musikalischen Beitrag zum Soundtrack des Filmes bei.

Nach langwierigen Terminverhandlungen freuen wir uns nun bekanntzugeben, dass Antony And The Johnsons exklusiv für zwei Konzerte als 8-köpfiges Ensemble nach Berlin kommt.

27.11.05 Berlin / Volksbühne
28.11.05 Berlin / Volksbühne
Kartentelefon 030 247 6772 / 247 7694

Wir bitten freundlichst um Bekanntmachung und Veröffentlichung.


Endlich wieder einmal eine dieser raren Platten, die einen umhauen: Musik, die auf Kollisionskurs mit dem Zeitgeist geht und deshalb so betörend klingt. Lieder, die sich in die Weichteile des Körpers schmiegen, den Puls senken, das Gemüt öffnen. Antony könnte mit seinem lamentierenden Tenor auch die Herzen eines Musical-Publikums erobern, doch zum Glück beschwört die New-Yorker Schattengestalt nicht den Broadway, sondern die Liebe und den Tod. Dabei lässt er sich von Streichern, Klavier und Drums begleiten. Lou Reed und Boy George sind Fans und wirken mit. Diese CD ist mehr New York als Strokes und Interpol im Doppel. fh - facts online schweiz

Die erhebendste und schönste und herzzerreißendste Platte des Winters kommt von einem chanson-singenden Geschlechtswandler aus New York City; einem kräftigen Kerl mit gewaltigen Unterarmen, einem zarten Kindergesicht mit großen Augen und einer alle diese Widersprüche und noch viel mehr in der unfassbarsten Weise umfassenden Stimme: "I Am A Bird Now" heißt das neue Album von Antony and the Johnsons; und die zehn nachtdunkel irisierenden Lieder, die Antony darauf mit seinem glockenhellen Tenor über Trauer und Schmerz, sexuelle Unterwerfung und die Wonnen des Geschlechterumwandelns darbietet, haben in der gegenwärtigen Popmusik nichts, wirklich nichts, was ihnen gleichkäme. Jens Balzer - BZ

"Candy Darling On Her Deathbed" betitelte der New Yorker Underground-Fotograf Peter Hujar sein 1974 aufgenommenes Schwarz-Weiß-Stillleben, das mit Vanitas-Verweisen nicht gerade geizt. Die Thematisierung von Vergänglichkeit auf dem Cover bildet die passende Verpackung für die zehn Songs von Antony And The Johnsons zweitem Album. In dunklen Tönen voll verzehrendem Schmerz, als hätten sie das Leben längst aufgegeben, präsentiert Antony seine Lieder. Daniel Straub - laut.de

Rufus Wainwright, der einen ganz knappen Auftritt auf "I Am A Bird Now" hat, hält den New Yorker Antony für den "greatest singer in history", eine bescheidene Aussage, wenn man bedenkt, dass Wainwright in diesem Rennen selbst weit vorne liegt. spiegel online


Now, navigating the emotion in music issue is tricky, like Difficulty Level 5, like that labyrinth game with the moving table and the marble. As a culture of listeners, we like to do the veracity jam a lot, naturally gravitating towards music that seems to articulate our shared emotions in a “recognizable,” “accurate,” and “honest” way, and particularly expressive music usually gets lionized for being so, but can, in the same instant, be dismissed for being excessively earnest, needlessly serious, and self-indulgent. I am a Bird Now can feel frivolous, corny, and embarrassing—if it does, perhaps you’re either too cool or too far gone to care. Stripping away our reluctance to recognize soul in music is a difficult task, but I am a Bird Now is a record capable of balancing emotional darkness with celebration, balancing beauty with uncertainty, ushering in what Antony has called “the Time of Flourishing Beauty” with tact and dignity. Mike Powell - Stylus Magazine Feb 2005

Der Performancekünstler Antony ist ein Star der New Yorker Off Scene. Engelhaft und diffundierend zwischen den Geschlechtern, führt der Sänger Antony in eine psychische Landschaft von Metamorphosen und Androgynität. Nach dem Debütalbum von Antony auf David Tibets (Current 93) Durtro Label bringt er mit "I Am A Bird Now" erneut unsere Herzen zum Schmelzen und schafft ein Meisterwerk, das sich Kategorisierungen entzieht und genau deshalb umso mehr fasziniert. Nicht umsonst werden Hermaphroditen in der Mythologie seit jeher als Bewahrer der Kultur und Schöpfer von Neuem verstanden. Antony ist ein Hermaphrodit unserer Tage.

Antony vereinigt in seinen Performances den Soul eines Otis Redding, den Glamour von Klaus Nomi, die Inbrunst eines Marc Almond und die dunkle Welt-Entsagung von Nick Cave. Gerade erst ein Album konnte Antony in seiner Diskographie aufweisen, da schwärmt eine Legende wie Laurie Anderson bereits in den höchsten Tönen ("So muss es gewesen sein, als man die Stimme von Elvis zum ersten Mal hörte") von ihm. Und nicht nur das. Als Antony kurz darauf mit Lou Reed um die Welt tourt, brodelt die Gerüchteküche. Beiden jedenfalls kommt das Verdienst zu, einem der talentiertesten und außergewöhnlichsten Sänger gewaltigen Anschub für seine schillernde Karriere gegeben zu haben.


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